Wie heute bekannt geworden ist, wird Lars von Trier aufgrund seiner gestrigen Äußerungen bis auf weiteres vom Cannes Filmfestival ausgeschlossen. Auf der Pressekonferenz zu „Melancholia“, seinem neuesten Film, der im Wettbewerb um die ‚goldene Palme‘ gezeigt wurde, ließ sich von Trier zu Äußerungen über Hitler hinreißen, die international von verschiedenen Seiten zu vehementem Protest geführt haben. Die Einstellung, die die Leitung des Festivals mit diesem werbeträchtigen „Eklat“ allerdings beweist, wiegt dabei schwerer als von Triers verbaler Fehltritt. Ein Kommentar.
Donnerstag, Mai 19
Mittwoch, Mai 18
Filmkritik: Somewhere
Zur Feier der diesjährigen Filmfestival-Saison grabe ich Sofia Coppolas vierte Regiearbeit aus, die 2010 den ‚Goldenen Bären‘ bei den Filmfestspielen in Venedig gewann. Gleich vorweg: Die Kategorie muss den Namen „Langweiligster Film des Jahres“ getragen haben, anders lässt sich kaum erklären, was die Jury rund um ihren Vorsitzenden Quentin Tarantino an „Somewhere" nur finden konnte.
Samstag, Mai 14
Filmkritik: Sucker Punch
Wie „Alice im Wunderland mit Maschinengewehren“ beschreibt Regisseur Zack Snyder seinen neusten Streich, und dieser Vergleich passt durchaus – zumindest, wenn damit Tim Burtons verkorkste Adaption von „Alice Im Wunderland“ gemeint ist: Wer eine hanebüchene Geschichte sucht, die mit farblosen Figuren volle zwei Stunden lang ermüdet, ist bei „Sucker Punch“ genau richtig.
Sonntag, Mai 1
Filmkritik: Tape
„Tape“ fügt sich nahtlos an mein Special zum Thema ‚Kammerspiele‘ an, denn auch hier spielt sich die gesamte Handlung in Echtzeit mit nur wenigen Figuren in einem Hotelzimmer ab. Was ihn aber von vielen Filmen dieser Art unterscheidet, ist neben seiner psychologischen Tiefe vor allem die beeindruckende Leistung des kleinen aber feinen Darstellerensembles, das „Tape“ zu einem ganz großen Geheimtipp macht.
Mittwoch, April 27
Kurzkritiken: Special zum Thema ‚Kammerspiele'
Filme, die entweder nicht genug Stoff für eine ausführliche Kritik bieten, oder einfach zu schlecht sind um sich länger mit ihnen zu beschäftigen, werden in dieser Rubrik kurz und bündig bewertet.
Dieses Mal im Mittelpunkt: Eine besondere Ausgabe in doppelter Länge zum Thema Kammerspiele, klaustrophobischen Filmerlebnissen und allem, was mit nur wenigen Schauspielern, wenigen Sets oder gerne auch nur einem Kellergewölbe funktioniert – oder eben auch nicht.
Montag, April 18
Filmkritik: Buried
Paul Conroy erwacht in einem Sarg, der tief unter der Erde begraben liegt. An die letzten Stunden hat er keine Erinnerung, ein Feuerzeug ist seine einzige Lichtquelle, ein Handy seine einzige Möglichkeit, mit der Oberwelt Kontakt aufzunehmen. Was nach einer unmöglichen Idee für einen Film klingt, wird in „Buried“ zu einem ambitionierten, sehr klug umgesetzten Erlebnis.
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